
Jeden Sommer stellt sich dieselbe Frage: Wie kann man seine Haut auf die Sonneneinstrahlung vorbereiten und vor ihr schützen? Auch wenn Sonnencremes nach wie vor unverzichtbar sind, widmet sich die wissenschaftliche Forschung zunehmend einem ergänzenden Ansatz: dem oralen Sonnenschutz durch starke Antioxidantien wie Bio-Astaxanthin.
Werfen wir einen Blick auf die Wirkmechanismen dieses außergewöhnlichen Moleküls und auf die neuesten wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die seine Wirksamkeit belegen.
Warum stellen UV-Strahlen eine Gefahr für die Haut dar?
Die Einwirkung von ultravioletten Strahlen (UVA und UVB) führt in der Haut zu einer massiven Produktion reaktiver Sauerstoffspezies (ROS). Dieser oxidative Stress ist verantwortlich
- für
:
- – den Abbau von Kollagen und Elastin, was zu Falten und Festigkeitsverlust führt;
- – Hauttrockenheit (Beeinträchtigung der Hautbarriere) ;
- – für Hyperpigmentierung und das Auftreten von Flecken;
- – langfristig für eine beschleunigte lichtbedingte Hautalterung („Photoaging“).
Genau hier setzt Astaxanthin dank seiner einzigartigen Molekülstruktur an.
Astaxanthin: ein Antioxidans mit einzigartiger
Struktur
Astaxanthin wird aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis gewonnen und ist Astaxanthin ein Carotinoid, dessen chemische Struktur (Vorhandensein von Hydroxyl- und Ketogruppen an jedem Iononring) es ihm ermöglicht
:
- – sich in die Lipid-Doppelschicht der Zellmembranen einzufügen und diese vollständig zu durchdringen (im Gegensatz zum wasserlöslichen Vitamin C oder zu Vitamin E, das nur einen Teil der Membran schützt);
- – freie Radikale sowohl innerhalb als auch außerhalb der Zelle zu neutralisieren;
- – in In-vitro-Tests zur Neutralisierung von Singulett-Sauerstoff und Peroxylradikalen eine Antioxidationskraft zu zeigen, die deutlich höher ist als die vieler anderer Verbindungen (Beta-Carotin, Lutein, Vitamin E, Vitamin C).
Eine von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
anerkannte gesundheitsbezogene Angabe
Es ist wichtig, dies hervorzuheben: Im Gegensatz zu vielen Nahrungsergänzungsmitteln, deren Nutzen ausschließlich auf vereinzelten Studien beruht, unterliegt Astaxanthin in Europa strengen rechtlichen Rahmenbedingungen. Die EFSA hat mehrere Angaben zu seinen antioxidativen Eigenschaften bestätigt, was diesen Wirkstoff von anderen mit wissenschaftlich nicht belegten Versprechungen unterscheidet.
Die aussagekräftigsten
klinischen Studien
1. Die wegweisende Studie von Tominaga et al. (2012)
Diese japanische Studie, die an zwei Kohorten durchgeführt wurde (30 Frauen über 8 Wochen, 36 Männer über 6 Wochen, mit Kontrollgruppe), zeigte, dass eine tägliche Einnahme von 6 mg Astaxanthin die Hautelastizität signifikant verbessert, Falten reduziert und Altersflecken mildert.
2. Komatsu et al. (2017): In-vivo-Nachweis am Tiermodell
Diese in PLOS ONE veröffentlichte Studie setzte haarlose Mäuse wiederholt UVA-Strahlung aus. Die Ergebnisse zeigten, dass eine vorbeugende orale Einnahme von Astaxanthin die durch UV-Strahlung verursachte Verdickung der Epidermis, die Hauttrockenheit und die Faltenbildung signifikant reduzierte – was einen soliden mechanistischen Nachweis für die photoprotektive Wirkung liefert.
3. Ito et al. (2018): Die randomisierte, doppelblinde Placebo-kontrollierte
Referenzstudie
Diese in der Fachzeitschrift „Nutrients“ (einer anerkannten, von Fachkollegen begutachteten Zeitschrift) veröffentlichte Studie gilt als Referenz auf diesem Gebiet:
- Studienprotokoll: 23 gesunde Frauen, 10 Wochen, 4 mg Astaxanthin/Tag im Vergleich zu Placebo.
- Gemessene Parameter: Grad der Hauttrockenheit und vor allem die Zeit bis zum Auftreten eines aktinischen Erythems (Hautrötung) nach kontrollierter UV-Exposition – ein objektiver und quantifizierbarer Marker für die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Strahlung.
- Ergebnisse: Die mit Astaxanthin versorgte Gruppe zeigte im Vergleich zur Placebo-Gruppe eine signifikant längere Zeitspanne bis zum Auftreten der Rötungen sowie eine bessere Hautfeuchtigkeit.
Diese strenge Methodik (Randomisierung, Doppelblindverfahren, Placebo-Kontrolle) verleiht diesen Ergebnissen einen hohen Evidenzgrad, was für einen natürlichen Nahrungsergänzungswirkstoff selten ist.
Was die Wissenschaft heute nahelegt: Lichtschutz „von innen“
Alle diese Arbeiten kommen zu derselben Erkenntnis: Eine regelmäßige Einnahme von Astaxanthin, idealerweise bereits vor der Sonnenexposition (einige Wochen vor dem Sommer), soll Folgendes bewirken:
- Das Auftreten von Sonnenrötungen verzögern, indem die natürliche Widerstandsfähigkeit der Haut gegenüber oxidativem Stress gestärkt wird;
- den Feuchtigkeitsverlust der Haut nach der Sonnenexposition zu begrenzen;
- die biologischen Marker der lichtbedingten Hautalterung (Falten, Elastizitätsverlust) mittel- bis langfristig zu reduzieren.
Es ist wichtig zu betonen, dass dieser Ansatz keinesfalls den topischen Sonnenschutz (Sonnenschutzcreme, Kleidung, Vermeidung der heißesten Stunden des Tages) ersetzt. Die Vorteile von Astaxanthin liegen in seiner Rolle als ernährungsphysiologische Ergänzung der umfassenden Sonnenschutzstrategie, wobei es synergetisch mit den äußeren Schutzmaßnahmen wirkt. Siehe auch unseren Artikel: Astaxanthin und die Haut
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